Laus, Floh & Co

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sifi © 2012

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Vielleicht ist die folgende Geschichte etwas an den Haaren herbeigezogen.
Ich habe mir lange Zeit den Kopf darüber zerbrochen.
Eventuell hätte ich da und dort doch noch ein paar Haare lassen müssen,
aber wenn man den Nagel auf den Kopf treffen will,
muss einfach alles so haarklein erzählt werden.

animiertes-laus-bild-0018   Lausige Zeiten I

Aläusius war schon in der Schule nicht gerade auf den Kopf gefallen. In seiner Freizeit beschäftigte er sich schon immer gerne mit lustigen Haarspaltereien. Seit geraumer Zeit arbeitet er beim Zollamt als ganz gemeine Filzlaus. Von den ersten Ersparnissen hatte er sich einen eigenen Wagen zugelegt, einen schäbigen alten Nissan.

Aläusia hatte schon von Kindesbeinen an immer ihren eigenen Kopf. Sie ist heute Lausbilderin in einem Haarstudio. Ihr Herr und Friseurmeister steckt bis über den Kopf – bedauerlicherweise weniger in Arbeit und mehr in Schulden. „Wir gehen lausigen Zeiten entgegen,“ ist sein typischer Leid-Spruch.

Als sich Aläusia und Aläusius vor ein paar Haaren zum ersten Mal trafen, verliebten sie sich sofort Hals über Kopf ineinander. Bald sprachen sie von Verlobung, Hochzeit, vom Kinderkriegen und ähnlichem Zeug. Und nach wenigen Wochen gingen sie zu der ortsansässigen Diakonisse. „Können Sie uns trauen?“, fragten sie vorsichtig. „Ei, Ei, das solltet ihr euch möglichst aus dem Kopfe schlagen. Ihr bekommt danach immer nur Ärgernisse und …“

Die Diakonisse konnte nicht weiterreden, denn just in diesem Moment raste eine wild gewordene Hornisse zur Tür herein. Das war vielleicht eine Überraschung, denn normalerweise will sie immer mit dem Kopf durch die Wand. Um Haaresbreite hätte sie Aläusia und Aläusius erwischt.

Die zwei Aläuse flohen nun zum Zirkus. Es war ja zum Glück ein Flohzirkus. Der Direktor Floh Rian sah, dass ihnen eine Laus über die Leber gelaufen sein musste und so fragte er besorgt: „Was ist euch denn für eine Laus über die Leber gelaufen?“

„Ach, von der Hornisse haben wir beinahe eins auf den Deckel bekommen“, jammerte Aläusius. „Und die Diakonisse, diese alte Kratzbürste, die hat wohl was gegen Verlöbnisse“, fügte Aläusia hinzu, „redet immer nur von Ärgernissen und ähnlichen schlechten Zeugnissen.“
Floh Rians Frau Floh Kati versuchte die beiden Ärmsten zu trösten: „Ihr müsst jetzt den Kopf nicht hängen lassen. Man darf nicht immer alle über einen Kamm scheren.“

Aläusius kratzte sich am Kopf und sagte: „Okay, was juckt es mich.“ Aläusia spendete Floh Rian Applaus und gab Floh Kati zum Abschied noch einen Zierkuss.
Als Kati ihr zum Spaß zurief: „Ach, geh heim Nisse!“, da hatte sie Aläusia einen dicken kleinen Floh ins Ohr gesetzt:
„Mein lieber Mann, wenn unser erster Sohn erst mal groß ist, dann soll er nicht beim Zoll arbeiten, sondern zur Kriminalpolizei gehen. Er soll Geheim-Nisse werden.“

Aläusia hatte ja schon immer viele Flausen im Kopf. Als das Kind, genau genommen waren es dann sogar zwei, schließlich das Licht der Welt erblickte, war es natürlich eine sogenannte Kopfgeburt.

© S. K.Laus Fischer 2006

Wie die Geschichte weitergeht, soll hier nicht verraten werden.

Sonst gibt es ja keine Geheim-Nisse mehr …

 

Noch ein paar lausige Zeilen

Laus Anne wohnt ü-Bregenz am Genfer See

Floh Kati und Floh Rian hausen in Flohrent

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„Floh zu sein bedarf es wenig“   

chinesische Ervolksweise von Laus C. Dung

nach einem altdeutschen Kanon

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Der dumme Floh

Der Klügere gibt nach … und nach …

und nach und nach nach.

Doch wer ist am Ende der Dumme?

 

Ein kluger und ein dummer Floh,

die stritten sich mal irgendwo.

Der Kluge wollt‘ ein bisschen hetzen,

ins Ohr ‘nen Floh dem Dummen setzen.

 

Dem Dummen war das einerlei,

das ging ihm grad am Ohr vorbei.

Die Flöhe wurden so nicht froh.

Der Kluge blieb, der Dumme floh.

 

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