Tannenbaum 2008

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Der Igel erzählt:

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„Ich will schlafen!“, das war der Satz, den ich in den letzten Monaten ständig sagen musste. Eigentlich wollte ich ja – wie jeden Winter – Winterschlaf halten, aber das Eichhörnchen hat dauernd genervt. Der Hase Hoppel war zum Glück nicht so schlimm. Ich erzähle euch jetzt einfach mal die ganze Geschichte: Vor ein paar Monaten, es war noch im Sommer, hat das Eichhörnchen gerade ein paar Nüsse versteckt, als der Hoppel dazu kam. Und dann haben sie sehr laut geredet über ein Buch, über Theater, Schauspieler und so weiter.

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Im Herbst hat das Eichhörnchen weiter genervt. Am Anfang hat es nichts gesagt, aber als dann der Hoppel wieder dazu kam, da ging das Theater erst richtig los. Jetzt kamen noch ein paar von den Riesen vorbei und haben sich den Tannenbaum angesehen, der neben meinem Haus steht. Danach konnte ich endlich mit meinem Winterschlaf anfangen. Das war ein Traum!

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Doch auf einmal kamen sogar fünf Riesen mit einem Auto angefahren und haben Möhren und Nüsse an den Baum gehängt. Dann haben alle zusammen sehr laut geschrieen, ich konnte das fast nicht aushalten. Schließlich kamen wieder die zwei Nervensägen mit den Mäusen und den Spatzen und haben alle Möhren und Nüsse vom Baum abgefressen. Weil sie dabei wieder so laut waren, musste ich „Ruhe!“ brüllen. Und da ist was Komisches geschehen. Sie haben es tatsächlich eingesehen und sind leise weggegangen. Zum Schluss kamen wieder die Riesen. Und der Kleinste sagte: „Das war das schönste Weihnachtsfest in meinem ganzen Leben.“ Aber da war ich nicht davon überzeugt. Für mich als Igel ist das Wichtigste im Winter nämlich das Schlafen. Schlaaa – fen, ich will schlaa … sch – sch – sch …

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Mateo, 2008

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